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Labortour des Ministerpräsidenten Stephan Weil

Labortour des Ministerpräsidenten Stephan Weil

© QVLS / Moritz Küster
Ministerpräsident Stephan Weil (Links) lässt sich von Herrn Oliver Kerker, Technischer Leiter des Laboratoriums für Nano- und Quantenengineering, die technologischen Möglichkeiten im Forschungsreinraum zeigen.

Nano- und Quantentechnologien für die auf Ionenfallen basierten Quantencomputer aus Niedersachsen

Das Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) bündelt Niedersächsische Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet der Quantentechnologien. Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil besuchte jetzt zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Presse das QVLS in der Leibniz Universität Hannover. Themenschwerpunkt der Labortour waren die Herstellung und Erforschung von auf Ionenfallen basierten Quantencomputern.

Start der Tour war die Besichtigung der Laserlabore der Forschergruppen „Molekulare Quantengase“ und „Quantenengineering mit gefangenen Ionen“ im Welfenschloss. Anschließend wurde im Forschungsbau des Laboratoriums für Nano- und Quantenengineering die technischen Möglichkeiten im Reinraum zur Herstellung von Bauteilen für Quantentechnologien gezeigt. Zusätzlich stellten Braunschweiger Partner des QVLS ausgesuchte Quantentechnologie-Demonstratoren vor.

Im Reinraum des Forschungsbaus des Laboratoriums für Nano- und Quantenengineering gibt es eine komplette Halbleiter-Prozesslinie mit Oxidation, Metallisierung, Foto- und Elektronenstrahllithografie, Ätzen, Ionenimplantation, sowie umfangreiche Analysemöglichkeiten. In der Reinraumtour wurden diese wichtigsten Prozessschritte der Halbleiterherstellung erklärt, die auch für die Herstellung der Quantenchips auf Basis von gespeicherten Ionen verwendet werden, die das Herzstück des Quantencomputers darstellen. Insbesondere wurde eine neue Anlage zum selektiven laserinduzierten Ätzen, die eigens für die Herstellung von Quantenchips gerade in Betrieb genommen wird, präsentiert.

Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich sichtlich beeindruckt von der technologischen Ausstattung und insbesondere der Begeisterung der Forscherinnen und Forscher für die Nano- und Quantentechnologien.