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Geschichte der Fakultät für Mathematik und Physik

Entstehung der Leibniz Universität Hannover

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Gründung der Höheren Gewerbeschule

Blick von Westen auf den Marktplatz, im Hintergrund das Bornemann'sche Haus, um 1835.

Blick von Westen auf den Marktplatz, im Hintergrund das Bornemann'sche Haus, um 1835.

Die Geschichte der Leibniz Universität beginnt im Jahre 1831 mit der Gründung der Höheren Gewerbeschule im ehemaligen Königreich Hannover. Der erste Direktor war Karl Karmarsch. Er hielt die Mathematik als Lehrfach äußerst wichtig für das Technische Studium und bestimmte den Inhaber der Mathematik-Lehrstelle zum stellvertretenden Direktor. Zwischen 1856 und 1858 wurden zwei weitere Lehrstellen für die Niedere und Höhere Mathematik geschaffen.

Mit dem Beginn des Eisenbahnbaus 1842 stiegen die Studierendenzahlen erheblich an. Der Lehrplan wurde tiefgreifend verändert und die Anstalt 1847 zu einer Polytechnischen Schule umgewandelt. Die Aufnahmequalifikation und das Lebensalter der Polytechniker wurden erhöht. In der Lehre setzte eine zunehmende Theoretisierung, Mathematisierung und Spezialisierung ein.

Auf dem Weg zur Technischen Hochschule

Die Technische Hochschule im Welfenschloss auf einer Postkarte von 1880.

Am 6. Oktober 1879 bezog die Technische Hochschule Hannover das ehemalige Welfenschloss.

Die Zahl der Unterrichtsfächer verdreifachte sich zwischen 1845 und 1853. Die von Karl Karmarsch aufgebaute Bibliothek konnte sich alsbald mit anderen vergleichbaren Einrichtungen messen. Hannover wuchs zu jener Zeit rasch. 1866 annektierte Preußen das Königreich Hannover. Es wurde preußische Provinz. Die preußische Gesetzgebung brachte wesentliche Liberalisierungen.

Hatte sich der Übergang zur Polytechnischen Schule verhältnismäßig rasch vollzogen, verlief die Weiterentwicklung der Hochschule nach 1854 bis zum Ausscheiden Karl Karmarschs 1875 eher langsam. Mit dem Amtsantritt seines Nachfolgers, Wilhelm Launhardt, begann der forcierte Ausbau der Schule zur Technischen Hochschule. Mit der Umwandlung zwischen 1876 und 1880 wurde aus der Mathematik, die vorher nur Lehrgebiet war, eine Forschungsrichtung.

Beginn der Physikalischen Forschung

Die Polytechnische Schule (nach 1860)

Die physikalische Forschung in Hannover begann 1853 unter Gustav von Quintus Icilius, der bei Gauß in Göttingen promoviert hatte. Nach dem ersten Weltkrieg erhielt die Technische Hochschule das Recht zur Ausbildung zum Höheren Lehramt in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie. Auch wurde in der Physik und der Mathematik der Diplomgrad geschaffen.

Am 14. April 1909 öffnete das Preußische Kultusministerium die Technischen Hochschule Hannover für die reguläre Immatrikulation von Frauen, nicht ohne in einem Zusatzschreiben darauf aufmerksam zu machen, „dass sie bei der Meldung zur Diplomprüfung die in den Prüfungsordnungen gestellten Anforderungen im vollen Umfang zu erfüllen haben“.

Das Institut der Meteorologie gründete sich 1949 außerhalb der Universität in Sarstedt an der Hochschule für Gartenbau und Landeskultur, zog 1950 nach Herrenhausen um und gehörte in den 1970er Jahren zum Bereich Biologie.

Von der Technischen Hochschule zur Technischen Universität

Die ehemalige Pädagogische Hochschule Hannover in der Bismarckstraße.

Ehemalige Pädagogische Hochschule Hannover, Bismarckstraße

Nachdem 1964 eine Rahmenvereinbarung zur Neuordnung des Unterrichts in der Oberstufe der Gymnasien verabschiedet worden war, entwickelte sich die Lehrerausbildung zum Schlüsselproblem aller weiteren hochschulpolitischen Ausbaupläne. Die bis 1967 fast konstant bei 4.000 bis 5.000 liegenden Studierendenzahlen stiegen explosionsartig an. 1978/79 gab es an der Hochschule 18.000 Studierende.

1968 erfolgte die Integration der Pädagogischen Hochschule für Gewerbelehrer/-innen. Im selben Jahr wurde die Hochschule in Technische Universität umbenannt.

Die neun Fakultäten

Lichthof der Universität Hannover beim Empfang der Erstsemesterstudierenden im Jahr 2012.

Empfang der Erstsemesterstudierenden 2012

Im August 2005 trat die neue Grundordnung der Universität in Kraft. Die Leibniz Universität gliedert sich danach nicht mehr in Fachbereiche, sondern in neun Fakultäten. Die Bereiche Mathematik und Physik wurden zusammengelegt. Etwa zeitgleich wurde das Institut für Didaktik der Mathematik und Physik gegründet.

Heute besteht die Fakultät aus sechs mathematischen Instituten, sechs physikalischen und meteorologischen Instituten und dem gemeinsamen Institut der Didaktik. Es sind 52 Professorinnen und Professoren an der Fakultät beschäftigt.

Mit der Neugliederung zur Fakultät wurden 2005 die Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Die Diplomstudiengänge sowie die Lehrämter mit Staatsexamen liefen aus.

Gründung der Höheren Gewerbeschule

Blick von Westen auf den Marktplatz, im Hintergrund das Bornemann'sche Haus, um 1835.

Blick von Westen auf den Marktplatz, im Hintergrund das Bornemann'sche Haus, um 1835.

Die Geschichte der Leibniz Universität beginnt im Jahre 1831 mit der Gründung der Höheren Gewerbeschule im ehemaligen Königreich Hannover. Der erste Direktor war Karl Karmarsch. Er hielt die Mathematik als Lehrfach äußerst wichtig für das Technische Studium und bestimmte den Inhaber der Mathematik-Lehrstelle zum stellvertretenden Direktor. Zwischen 1856 und 1858 wurden zwei weitere Lehrstellen für die Niedere und Höhere Mathematik geschaffen.

Mit dem Beginn des Eisenbahnbaus 1842 stiegen die Studierendenzahlen erheblich an. Der Lehrplan wurde tiefgreifend verändert und die Anstalt 1847 zu einer Polytechnischen Schule umgewandelt. Die Aufnahmequalifikation und das Lebensalter der Polytechniker wurden erhöht. In der Lehre setzte eine zunehmende Theoretisierung, Mathematisierung und Spezialisierung ein.

Auf dem Weg zur Technischen Hochschule

Die Technische Hochschule im Welfenschloss auf einer Postkarte von 1880.

Am 6. Oktober 1879 bezog die Technische Hochschule Hannover das ehemalige Welfenschloss.

Die Zahl der Unterrichtsfächer verdreifachte sich zwischen 1845 und 1853. Die von Karl Karmarsch aufgebaute Bibliothek konnte sich alsbald mit anderen vergleichbaren Einrichtungen messen. Hannover wuchs zu jener Zeit rasch. 1866 annektierte Preußen das Königreich Hannover. Es wurde preußische Provinz. Die preußische Gesetzgebung brachte wesentliche Liberalisierungen.

Hatte sich der Übergang zur Polytechnischen Schule verhältnismäßig rasch vollzogen, verlief die Weiterentwicklung der Hochschule nach 1854 bis zum Ausscheiden Karl Karmarschs 1875 eher langsam. Mit dem Amtsantritt seines Nachfolgers, Wilhelm Launhardt, begann der forcierte Ausbau der Schule zur Technischen Hochschule. Mit der Umwandlung zwischen 1876 und 1880 wurde aus der Mathematik, die vorher nur Lehrgebiet war, eine Forschungsrichtung.

Beginn der Physikalischen Forschung

Die Polytechnische Schule (nach 1860)

Die physikalische Forschung in Hannover begann 1853 unter Gustav von Quintus Icilius, der bei Gauß in Göttingen promoviert hatte. Nach dem ersten Weltkrieg erhielt die Technische Hochschule das Recht zur Ausbildung zum Höheren Lehramt in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie. Auch wurde in der Physik und der Mathematik der Diplomgrad geschaffen.

Am 14. April 1909 öffnete das Preußische Kultusministerium die Technischen Hochschule Hannover für die reguläre Immatrikulation von Frauen, nicht ohne in einem Zusatzschreiben darauf aufmerksam zu machen, „dass sie bei der Meldung zur Diplomprüfung die in den Prüfungsordnungen gestellten Anforderungen im vollen Umfang zu erfüllen haben“.

Das Institut der Meteorologie gründete sich 1949 außerhalb der Universität in Sarstedt an der Hochschule für Gartenbau und Landeskultur, zog 1950 nach Herrenhausen um und gehörte in den 1970er Jahren zum Bereich Biologie.

Von der Technischen Hochschule zur Technischen Universität

Die ehemalige Pädagogische Hochschule Hannover in der Bismarckstraße.

Ehemalige Pädagogische Hochschule Hannover, Bismarckstraße

Nachdem 1964 eine Rahmenvereinbarung zur Neuordnung des Unterrichts in der Oberstufe der Gymnasien verabschiedet worden war, entwickelte sich die Lehrerausbildung zum Schlüsselproblem aller weiteren hochschulpolitischen Ausbaupläne. Die bis 1967 fast konstant bei 4.000 bis 5.000 liegenden Studierendenzahlen stiegen explosionsartig an. 1978/79 gab es an der Hochschule 18.000 Studierende.

1968 erfolgte die Integration der Pädagogischen Hochschule für Gewerbelehrer/-innen. Im selben Jahr wurde die Hochschule in Technische Universität umbenannt.

Die neun Fakultäten

Lichthof der Universität Hannover beim Empfang der Erstsemesterstudierenden im Jahr 2012.

Empfang der Erstsemesterstudierenden 2012

Im August 2005 trat die neue Grundordnung der Universität in Kraft. Die Leibniz Universität gliedert sich danach nicht mehr in Fachbereiche, sondern in neun Fakultäten. Die Bereiche Mathematik und Physik wurden zusammengelegt. Etwa zeitgleich wurde das Institut für Didaktik der Mathematik und Physik gegründet.

Heute besteht die Fakultät aus sechs mathematischen Instituten, sechs physikalischen und meteorologischen Instituten und dem gemeinsamen Institut der Didaktik. Es sind 52 Professorinnen und Professoren an der Fakultät beschäftigt.

Mit der Neugliederung zur Fakultät wurden 2005 die Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Die Diplomstudiengänge sowie die Lehrämter mit Staatsexamen liefen aus.

Persönlichkeiten an der Fakultät

Nobelpreisträger

Zwei Nobelpreisträger der Physik haben in Hannover geforscht: Johannes N. Stark erhielt im Jahr 1919 den Physiknobelpreis für die Entdeckung des optischen Dopplereffekts. Johannes Hans Daniel Jensen erhielt im Jahr 1963 eine Hälfte des Nobelpreises für Physik gemeinsam mit Maria Goeppert-Mayer für die detaillierte Darlegung des Verständnisses der Atomkerne.

Portrait von Johannes Stark.            Portrait von Johannes Hans Daniel Jensen.
Johannes N. Stark     Johannes H.D. Jensen

Dekaninnen und Dekane

Dekaninnen und Dekane

AmtszeitName
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Roger Bielawski
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Clemens Walther (Prodekan)
01.04.2013 bis 31.03.2017Prof. Dr. Uwe Morgner
06.04.2011 bis 31.03.2013Prof. Dr. Elmar Schrohe
01.04.2009 bis 31.03.2011Prof. Dr. Rolf Haug
01.04.2007 bis 31.03.2009Prof. Dr. Joachim Escher
April 2005 bis April 2007Prof. Dr. Olaf Lechtenfeld

 

Studiendekaninnen und Studiendekane

AmtszeitName
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Eric Jeckelmann
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Christoph Walker (Studienprodekan)
08.04.2015 bis 31.03.2017Prof. Dr. Roger Bielawski
08.04.2015 bis 31.03.2017Prof. Dr. Eric Jeckelmann (Studienprodekan)
01.04.2013 bis 31.03.2015Prof. Dr. Christine Bessenrodt
06.04.2011 bis 31.03.2013Prof. Dr. Luis Santos
01.04.2009 bis 31.03.2011Prof. Dr. Klaus Hasemann
01.04.2007 bis 31.03.2009Prof. Dr. Herbert Pfnür
27.04.2005 bis 30.04.2007Prof. Dr. Herbert Hotje

Nobelpreisträger

Zwei Nobelpreisträger der Physik haben in Hannover geforscht: Johannes N. Stark erhielt im Jahr 1919 den Physiknobelpreis für die Entdeckung des optischen Dopplereffekts. Johannes Hans Daniel Jensen erhielt im Jahr 1963 eine Hälfte des Nobelpreises für Physik gemeinsam mit Maria Goeppert-Mayer für die detaillierte Darlegung des Verständnisses der Atomkerne.

Portrait von Johannes Stark.            Portrait von Johannes Hans Daniel Jensen.
Johannes N. Stark     Johannes H.D. Jensen

Dekaninnen und Dekane

Dekaninnen und Dekane

AmtszeitName
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Roger Bielawski
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Clemens Walther (Prodekan)
01.04.2013 bis 31.03.2017Prof. Dr. Uwe Morgner
06.04.2011 bis 31.03.2013Prof. Dr. Elmar Schrohe
01.04.2009 bis 31.03.2011Prof. Dr. Rolf Haug
01.04.2007 bis 31.03.2009Prof. Dr. Joachim Escher
April 2005 bis April 2007Prof. Dr. Olaf Lechtenfeld

 

Studiendekaninnen und Studiendekane

AmtszeitName
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Eric Jeckelmann
01.04.2017 bis 31.03.2019Prof. Dr. Christoph Walker (Studienprodekan)
08.04.2015 bis 31.03.2017Prof. Dr. Roger Bielawski
08.04.2015 bis 31.03.2017Prof. Dr. Eric Jeckelmann (Studienprodekan)
01.04.2013 bis 31.03.2015Prof. Dr. Christine Bessenrodt
06.04.2011 bis 31.03.2013Prof. Dr. Luis Santos
01.04.2009 bis 31.03.2011Prof. Dr. Klaus Hasemann
01.04.2007 bis 31.03.2009Prof. Dr. Herbert Pfnür
27.04.2005 bis 30.04.2007Prof. Dr. Herbert Hotje