Erfahrungsberichte

Du überlegst ein Austauschsemester zu machen, bist dir aber immernoch unsicher? Hier findest du Erfahrungsberichte unserer

Studierenden, die sich auf das Abenteuer eingelassen haben. Lass dich inspirieren!


EIN INTERVIEW MIT BERND, M.SC. PHYSIK UND M.ED MATHE UND PHYSIK, PORTUGAL, 25 J.

  • Was war für dich ausschlaggebend um ins Ausland zu gehen?

Ich war schon immer interessiert an fremden Ländern, Sprachen und Kulturen. Das Auslandssemester war für mich eine wunderbare Möglichkeit, um einige Zeit im Ausland zu leben und zu studieren. Das Erasmus+-Programm hat die notwendige bürokratische und finanzielle Struktur geschaffen, um mir diese Erfahrung zu ermöglichen.

  • Zwischen all den möglichen Austauschländern, was hat dir geholfen dich für Portugal zu entscheiden?

Ich habe ein spezielles Interesse an Südeuropa und insbesondere der iberischen Halbinsel. In der Schule habe ich Spanisch gelernt und durch Kurse am Fachsprachenzentrum habe ich auch eine Grundlage in Portugiesisch geschaffen. In Spanien war ich bereits viel unterwegs und mit Porto habe ich auch eine portugiesische Stadt bereits vor meinem Auslandssemester bereist. Von den möglichen Städten in den jeweiligen Ländern hat mich Lissabon dann am meisten angesprochen.

  • Wie lief die Anerkennung von Leistungen ab? Hast du Tipps für Studierende die auch nach Portugal gehen möchten?

Die Anerkennung von Leistungen lief absolut unproblematisch über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und das Prüfungsamt. Meine Leistungspunkte wurden mir alle anerkannt. Allerdings benötigte ich nur Studienleistungen, sodass meine benoteten Prüfungen aus Portugal ohne Note angerechnet wurden. Mein Tipp an zukünftige Studierende: Bereits in Deutschland Grundlagen in der portugiesischen Sprache schaffen und vor Ort an Sprachkursen teilnehmen. Die Sprachkurse geben selbstverständlich Leistungspunkte und die Sprache erleichtert einem das Leben in Lissabon. Das gilt vor allem für den Alltag, aber auch für die Universität: Kurse werden im Master nur dann auf Englisch angeboten, wenn die portugiesischen Studierenden einverstanden sind. So hatte ich viele Kurse auf Englisch, aber auch einen bilingualen Kurs, da eine Studentin kein ausreichendes Englisch gesprochen hat. Im Bachelor finden fast alle Kurse auf Portugiesisch statt.

  • Wie lief das mit der Krankenversicherung im Vorfeld ab?

Ich war einfach über meine normale, gesetzliche Krankenversicherung weiter versichert - Europa sei Dank!

  •  Hast du Tipps für die Wohnungssuche in Portugal?

Lissabon ist eine beliebte Stadt bei Touristen, deshalb ist die Wohnungssuche für einen längeren Zeitraum entweder relativ schwer oder die Wohnung teuer. Ich habe meine Wohnung über das Portal uniplaces gefunden (achtet auf Rabatt-Codes des Erasmus-Netzwerks ESN), so viel viele meiner Freunde in Lissabon. Bei privaten Vermietern bestehen immer Risiken, sodass ich auf eine verbreitete Plattform gesetzt habe. Ich würde auf jeden Fall davon abraten, nach Lissabon zu reisen und vor Ort nach einer Wohnung zu suchen. Viele Menschen, die das versucht haben, mussten den ersten Monat ihres Auslandssemesters mit der Wohnungssuche verbringen und konnten so die Zeit nicht genießen.

  • Gibt es Dinge, die du vorher gerne gewusst hättest und die du Studierenden empfehlen kannst bevor sie sich in ihr Abenteuer stürzen?

Die Unterstützung der Universität in Lissabon ist wirklich super, da muss man sich nicht viele Sorgen machen. Ansonsten noch die Empfehlung, auf jeden Fall genug Strandsachen und Sonnencreme mitzunehmen!

  • Nenne bitte 5 Dinge, die man in Portugal unbedingt machen muss!

Surfen gehört auf jeden Fall zu den Dingen, die man in Lissabon gemacht haben muss, entweder an der schönen Costa da Caparica oder im nahegelegenen Carcavelos. Für den kleinen Snack nach oder vor einer Vorlesung empfiehlt sich ein Besuch in Belém, wo man die originalen Pastéis de Nata probieren kann. Außerdem sollte man es nicht verpassen, von der Christusstatue aus einen ganz anderen Blick auf die „weiße Stadt“ zu bekommen. Den Sonnenuntergang sieht man sich am besten mit seinen Freunden und einem Vinho Verde auf einem der unzähligen Miradouros an und wenn es noch weiter gehen sollte, zählt das Erasmus-Pack in Nuno‘s Bar auf jeden Fall zu den einprägsamen Erinnerungen. Die Liste könnte ewig so weitergehen und selbstverständlich gibt es auch im Rest von Portugal viel zu entdecken!

  • Würdest du dich noch einmal dafür entscheiden?

Auf jeden Fall! Ich hatte eine wunderbare Zeit mit vielen tollen Menschen und schönen Erinnerungen.


EIN INTERVIEW MIT CHRISTIAN, M.SC. PHYSIK, DÄNEMARK, 23J.

  • Was war für dich ausschlaggebend, um ins Ausland zu gehen?

Da ich mein Bachelorstudium in Regelstudienzeit absolviert hatte, kam mir das Studium sehr schnell vor.Mich interessierte hauptsächlichdas Studium an einer anderen Universität und ein neues Arbeitsumfeld. Da ich mich in Hannover schon sehr gut auskannte, war ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.

  • Zwischen all den möglichen Austauschländern, was hat dir geholfen,dich für Dänemark zu entscheiden?

Das Hauptkriterium für das Studium war die Sprache. Leider tue ich mirbeim Sprachen lernen eher schwer und wollte somit auf Englisch studieren können. Als zweites Kriterium habe ich die angebotenen Kurse an der jeweiligen Uni genommen, um einen Eindruck von der Lehre zu kriegen. Für Kopenhagen habe ich mich letztlich entschieden, da ich sie als Hauptstadt des Fahrradfahrens im Kopf hatte, und das Radfahren mein größtes Hobby ist.

  • Wie lief die Anerkennung von Leistungen ab? Hast du Tipps für Studierende,die auch nach Dänemark gehen möchten?

Die Anerkennung von Leistungen lief ohne Probleme. Da ich vorab schon Kurse rausgesucht habe, wusste ich schon,wie ich diese in mein Studium in Hannover integrieren kann. Hilfreich war, dass ich Freunde hatte, die auch ein Erasmus-Semester gemacht hatten und mir sagen konnten, wo ich welche Unterschriften abholen musste.

  • Wie lief das mit der Krankenversicherung im Vorfeld ab?

Ich hatte für meinen Aufenthalt im Ausland eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Im Vergleich zu Miete etc. in Dänemark, war die Versicherung nicht teuer. Wahrscheinlich hätte auch die normale Versicherung in Dänemark gereicht, aber da ich nach meinem Erasmus-Semesternochweiter im Ausland gelebt habe, war das die einfachere Wahl.

  • Hast du Tipps für die Wohnungssuche in Dänemark?

In Kopenhagen bietet die Universität über die „Housingfoundation“ Wohnheimzimmer an. Diese sind schnell verfügbar, jedoch sehr teuer. Außerdem gestaltete sich die Kommunikation mit der „Housingfoundation“ sehr schwierig. Alternativen sind leider schwer zu finden.Aber wenn man früh genug anfängt zu suchen, kann man evtl. ein günstigeres Zimmer finden.

  • Gibt es Dinge, die du vorher gernegewusst hättest und die du Studierenden empfehlen kannst bevor sie sich in ihr Abenteuer stürzen?

Insgesamt war ich sehr gut auf das Abenteuer vorbereitet, da mir viele Freunde von ihren Auslandssemestern erzählt hatten. Am Anfang war es schwierig sich zu Recht zu finden. Deshalb kann ich nur empfehlen einige Tage vorher anzureisen und schonmal die Orte zu suchen, an die man sich demnächst begeben muss. Das hat mir geholfen, mich schon etwas wohler zu fühlen.

  • Nenne bitte 5 Dinge, die man in Dänemark unbedingt machen muss!

Fahrrad fahren, im kalten Meerwasser schwimmen, im "Banana - Park" klettern gehen, am Wasser die Abende verbringen, nach Christiania gehen.

  • Würdest du dich noch einmal dafür entscheiden?

Ich würde auf jeden Fall nochmal ein Erasmus-Semester machen und kann es jedem empfehlen. Selbst wenn man etwas Angst davor hat, sich für längere Zeit von zuhause zu entfernen. Die 6 Monate gehen sehr schnell um, und es gibt so viele Dinge zu entdecken.