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LIGO beobachtet ein drittes Gravitationswellen-Signal

© LIGO/Phys. Rev. Lett. 118, 221101
GW170104 in Daten der beiden LIGO-Instrumente. Die Daten des Livingston-Detektors wurden um 3 ms zurückverschoben, um die Himmelsposition der Quelle zu berücksichtigen und das Vorzeichen der Amplitude wurde umgekehrt, um Orientierung der Detektoren zu kompensieren. Die wahrscheinlichste Wellenform für die Verschmelzung schwarzer Löcher gemäß des am AEI Potsdam entwickelten Modells ist die schwarze Kurve. Die untere Abbildungshälfte zeigt das nach Abzug des Modells verbleibenden Detektorrauschen.

Das Laser Interferometer Gravitational-wave Observatory (LIGO) hat zum dritten Mal Gravitationswellen – Kräuselungen von Raum und Zeit – nachgewiesen und zeigt damit, dass nun ein neues astronomisches Beobachtungsfenster weit geöffnet ist.

Wie bei den ersten beiden Nachweisen entstanden die beobachteten Wellen bei der Verschmelzung von zwei schwarzen Löchern zu einem größeren schwarzen Loch. Das Signal wurde zuerst am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) in Hannover gesehen. Forschende am AEI in Potsdam und Hannover und an der Leibniz Universität Hannover haben wichtige Beiträge auf mehreren Schlüsselgebieten geleistet: hochpräzise Wellenformmodelle zur Entdeckung des Signals und um astrophysikalische Informationen daraus zu gewinnen, effiziente Datenanalyse-Methoden und ihre Implementierung auf leistungsfähigen Großrechnern sowie fortschrittliche Detektortechnologie. Der Nachweis ermöglicht es, die Anzahl verschmelzender schwarzer Löcher im Universum besser schätzen zu können. Darüber hinaus stimmt er vollkommen mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie überein.

Den vollständigen Artikel und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Instituts für Gravitationsphysik.